Sarah wollte doch nur nähen
Lange Zeit galten soziale Netzwerke als echte »Happy Places«. Als Plattformen für den Austausch mit Freundinnen und Freunden, für Informationen, Spaß, Kurzweiligkeit und Diskussionen. Stand Januar 2024 nutzen knapp 68 Millionen Menschen in Deutschland täglich diese Angebote. Viele von ihnen haben in der Scheinwelt der Algorithmen eine Art Heimat gefunden, in der sie selbst dann sozial interagieren können, wenn ihnen das in der realen Welt zu schwer fällt. Doch das vermeintlich »Soziale« kann auch zur Belastung werden. Zwischen Selbstdarstellung, Selbstbestätigung, Selbstverwirklichung, echter Anerkennung und blankem Hass: Für das Ankommen bei anderen in den sozialen Medien braucht es immer öfter mehr als eine dicke Haut.
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Thaddeus Herrmann ist freier Journalist. Er lebt in Berlin.

