MänneRGedanken
Noch Sigmund Freud galt der Mann als Modell des Menschen und die Frau als Rätsel. Hundert Jahre später hat sich die Lage nahezu verkehrt. Frauen sprechen über ihr Wohl und Wehe in allen Lebenslagen. Zahlreiche Frauenzeitschriften, Radio- und Fernsehsendungen und Bücher widmen sich ihren Themen. Typisch weibliche Eigenschaften wie Konsensorientiertheit, Mitteilsamkeit, Fürsorglichkeit gelten nicht nur als Leitwerte der modernen Zivilisa tion, sondern mittlerweile auch als karrierefördernd. Und wenn die Menopause kommt: Selbsthilfegruppen, Ratgeber, verständnisvolle Blicke der Umwelt. Wo bleibt der Mann? Jagen, erobern, kämpfen. Das war vornehmlich sein Bereich. Und was nun? Was geht in Männern über sechzig vor, wenn die Endlichkeit des Lebens deutlich wird? Wie geht es ihnen mit Sex, Liebe und Altwerden? Wenn die Träume von Aufstieg und Weltruhm beiseitegelegt werden müssen. Und oftmals auch die von der großen Liebe? Wir haben mit einigen Männern, deren Namen wir alle geändert haben, darüber gesprochen.
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