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Fünf Freunde und drei Fragezeichen

In Banden lernen Kinder, demokratisch zu denken und zu handeln
von Steffi Mosler vom 23.08.2023
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Regenwetter ist das Schlimmste, dann kann sich Samuel nicht mit seinen Freunden draußen treffen. An solchen Tagen drückt er sich die Nase am Fenster platt und malt sich aus, was er mit seiner Bande jetzt alles machen könnte. Insgesamt sieben Jungen und Mädchen sind sie und sie haben jeden Tag nach der Schule eine Verabredung. Mittagessen, Hausaufgaben und dann raus. Einen Namen haben sie nicht für ihre Bande, aber dass sie eine sind, steht für Samuel außer Frage. In der Nachbarschaft gibt es immer was zu entdecken, besonders in dem fast vergessenen Garten in ihrer Straße. Der alte Mann, der den Garten früher bewirtschaftet hat, kommt nicht mehr, aber er hat Samuel und seine Freunde gemocht und ihnen den Auftrag gegeben, sich darum zu kümmern. Samuel spricht von der »Zentrale«, fast wie bei den »Drei ???«. Mama Maria ist begeistert, dass ihr Achtjähriger so viel draußen ist, wenig fern sieht, selten arrangierte Verabredungen braucht, eher ein »Treibenlassen« lebt, offen für das, was der Tag so bringt. Und »so geht es auch den anderen Eltern«, sagt sie. Ein großes Glück sei es, dass die sich haben und gut verstehen, natürlich nicht immer, aber das ist auch normal. Sie spielen auch Streiche, sind auf dem Spielplatz, alles ist unkompliziert, einfach nebenan klingeln, irgendeiner kann immer. Eine Bande zu haben findet Samuel »cool«, aber auch ganz normal, denn so wird er groß.

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