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Vierzig Tage in der Wüste

Ich begegne meinen Dämonen und werde selbst zur großen Stille
von Andreas Knapp vom 27.08.2015
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Eine halb verfallene Hütte inmitten der Sahara. Zwei Stunden Fußmarsch zum nächsten Dorf und eine halbe Stunde bis zum Brunnen. Der primitive Lehmbau dient mir für die nächsten vierzig Tage als Behausung. Dass es keine Fenster und Türen mehr gibt, stört mich nicht weiter. Unweit dieser »Einsiedelei« ragen hohe Sanddünen empor. Hier beginnt der Große Westliche Erg, der sich über 600 Kilometer von Norden nach Süden und über 250 Kilometer von Westen nach Osten erstreckt. In diesem riesigen, völlig menschenleeren Gebiet, reihen sich Dünen an Dünen, so weit das Auge reicht. Im weichen Licht des Morgens sind die Dünen so klar gezeichnet wie geometrische Linien. Die langen Schatten, die sie am frühen Morgen noch werfen, geben der Landschaft ein kunstvolles plastisches Aussehen. Wenn die Sonne höher steigt, verschwimmen die Dünen in der Ferne zu grau gewellten Linien. Mein Blick verliert sich dann in diesen unendlichen Weiten.

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