Was mir wertvoll ist …
etwas in den Köpfen bewegen
Ich bin da so reingeschubst worden. Mitten in der Abi-Phase saß ich mit einem meiner besten Freunde, der schon lange schauspielert, vorm Theatercafé. Er fragte mich, ob ich mich für die neue Produktion der »Jungen Akteur*innen« am Bremer Theater beworben hätte. Dabei geht es um Projekte, für die sich Jugendliche bewerben können, um die Schauspielerei kennenzulernen. Gemeinsam mit Profis werden Stücke erarbeitet und später vor Publikum aufgeführt. Das wäre doch voll cool, meinte mein Freund, weil er sich da auch beworben hatte. Er erzählte mir von dem Stück, das »Boy« heißt und von einem jungen Transmann handelt, frei nach Motiven des Films »Boys don’t cry«. Der Film erzählt die wahre Geschichte des jungen Brandon Teena, der biologisch als Mädchen zur Welt kam, als Junge wahrgenommen werden und leben möchte und 1993, gerade 21 Jahre alt, von seiner Clique vergewaltigt und später erschossen wird.
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Anne Leira van Poppel ist
zwanzig Jahre alt und in Bremen geboren. Ihre Eltern, eine Spanierin und ein Niederländer, waren
Tänzer*in am Bremer Theater am Goetheplatz. Seit einigen Jahren arbeiten sie in Spanien im Bereich Choreografie. Nach ihrer Arbeit bei den »Jungen Akteur*innen« wurde Anne für eine bezahlte Bühnenproduktion angefragt, die wegen der Coronapandemie auf die nächste Spielzeit verschoben werden musste.

