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Glaubwürdig ...
Es sind keine »Wegwerfmenschen«

von Stefan Scheytt vom 30.07.2020
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Am Tag nach seinem Auftritt Ende Juni in der ARD-Talkshow »hart aber fair«, in der er Schlachtbetriebe wie Tönnies mit »Sklaventreibern«, »Kriminellen« und der »Mafia« verglich, erlebt Peter Kossen einen »echt krassen« Vormittag: Medienanfragen zuhauf, viele zustimmende Anrufe und E-Mails, aber auch heftige Kritik und manche Ankündigung, aus der Kirche auszutreten. Pfarrer Peter Kossen ist solche Reaktionen gewöhnt, seit er gegen die unsäglichen Praktiken in der Fleischindustrie kämpft, die durch das Coronavirus jetzt endlich ins breite öffentliche Bewusstsein katapultiert wurden. Die Schlachter und Zerleger, meist Osteuropäer mit Werkverträgen bei Subunternehmern, würden »wie Maschinen bei externen Dienstleistern angemietet, benutzt und nach Verschleiß ausgetauscht«, beklagt Kossen, sie würden nicht als Mitbürger behandelt, sondern als »Wegwerfmenschen« gedemütigt und in »Schrottimmobilien und Bruchbuden« kaserniert.

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