Unterm Brennglas ...
ma c h t i n t eressen
In ihrer klassischen Studie »Manufacturing Consent: The Political Economy of the Mass Media« (zu Deutsch: Herstellung von Zustimmung: Die Politische Ökonomie der Massenmedien) verweisen die Wissenschaftler Edward S. Herman und Noam Chomsky auf die Tatsache, dass die Massenmedien in ihrer Berichterstattung über Menschenrechtsverletzungen Doppelstandards anlegen. Menschenrechtsverletzungen sogenannter »feindlicher« Staaten, die nicht zu den Verbündeten des Westens zählen, würden demnach instrumentalisiert, um eine westliche Interventionspolitik zu legitimieren. Auf der anderen Seite würden Menschenrechtsverletzungen westlicher Staaten und ihrer »Alliierten« mit anderen Bewertungskriterien beurteilt. Diesen Doppelstandard belegen die beiden folgenden Beispiele – Kosovo und Irak – eindrücklich:
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Florian Zollmann ist Direktor des Archbishop Desmond Tutu
Centre for War and Peace Studies
an der Liverpool Hope University und Dozent für Medienwissenschaften. Zu seinen Schwerpunkten gehören Kriegsberichterstattung, Internationale Beziehungen und Propaganda.

