Unterm Brennglas …
Gaza
Am 7. Oktober 2023 verübte die palästinensische Militärorganisation Hamas einen großangelegten Terroranschlag in Israel. Vom Gazastreifen ausgehend attackierten mehrere tausend Kämpfer der Hamas in Südisrael gelegene Kibbuzim, Kleinstädte und Militärbasen. Indem sie wahllos israelische und ausländische Zivilisten töteten, verübten die Terroristen der Hamas schreckliche Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die die israelische Journalistin Amira Hass am 16. Oktober 2023 in der Tageszeitung Haaretz als „Orgie aus Mord und Sadismus“ bezeichnete. Die New York Times berichtete am 12. November 2023, das israelische Außenministerium schätze, dass ungefähr 1200 Menschen bei dem Terroranschlag der Hamas getötet worden seien. Offizielle Stellen bestätigten bisher den Tod von 846 Zivilisten – darunter laut dem israelischen Nachrichtendienst Ynetnews 36 Kinder –, 278 Soldaten und 44 Polizisten. 239 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Israel begann daraufhin eine Bombenkampagne gegen den Gazastreifen sowie den Einmarsch mit Bodentruppen, mit dem offiziellen Ziel, die Hamas zu zerschlagen. Dieser Angriff auf den Gazastreifen dauert nun schon über 100 Tage an. Laut einem Bericht des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) vom 2. Januar 2024 seien seit dem 7. Oktober mindestens 21 978 Palästinenser im Gazastreifen getötet worden, bei 70 Prozent der Toten handele es sich um Frauen und Kinder. Die Medien berichten intensiv über die Geschehnisse in Israel und im Gazastreifen, wobei laut einer Studie der Nachrichtenplattform The Intercept vom 9. Januar 2024 über israelische getötete Zivilisten mit deutlich höherer Emotionalität berichtet wird als über die getöteten Palästinenser. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen (UN) António Guterres stellte die Geschehnisse in einer Rede vor dem UN-Sicherheitsrat am 24. Oktober 2023 in einen historischen Kontext. Es sei wichtig, so Guterres, zu erkennen, dass die Angriffe der Hamas nicht in einem Vakuum stattfanden. Was meint er damit? Das palästinensische Volk sei 56 Jahre lang einer erstickenden Besatzung ausgesetzt gewesen, sagt Guterres. Die Palästinenser hätten miterlebt, wie ihr Land ständig durch Siedlungen verschlungen und von Gewalt heimgesucht worden sei. Ihre Wirtschaft sei zum Stillstand gekommen, ihre Landsleute seien vertrieben und ihre Häuser zerstört worden, so Guterres weiter.
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