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Ein Buch fürs Leben …
Der Wille zum Leben

Bei Albert Schweitzer kommt die Ethik aus der Mystik
von Norbert Copray vom 30.01.2016
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Eine Persönlichkeit für Jahrhunderte. Vier Leben in einem Leben. Handgreifliche Ethik, elementar, konkret und zugleich universal. Eine Ausstellung hat mir diese Persönlichkeit erneut nahegebracht, sehr nah. Und hat mich tief berührt. Wieder einmal. Dann habe ich zu Hause in seine Bücher geschaut, bin wieder einmal hängen geblieben: starke Impulse – für ein ganzes Leben. Geboren wurde er am 14. Januar 1875. Vor fünfzig Jahren starb er, am 4. September 1965. Deswegen zeigt das Deutsche Albert Schweitzer-Zentrum in Frankfurt am Main eine treffliche Dauerausstellung. Zwei Stunden habe ich die Tafeln gelesen, Originalaufnahmen von ihm gehört, seine Gegenstände gesehen und die Ausstrahlung aufgenommen, die noch heute von Schweitzer ausgeht. Er war zugleich ein deutsch-französischer Arzt, ein Organist und ausgezeichneter Kenner der Werke Johann Sebastian Bachs, evangelischer Theologe, Hochschuldozent und Vikar, promovierter Philosoph und Pazifist. Und Architekt und Bauleiter als Autodidakt, denn weil ihn die Promotion in Theologie für seinen Tatendrang nicht zufriedenstellte, studierte er noch Medizin und promovierte auch darin, um dann in Lambarene (Gabun) ein Hospital aufzubauen.

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