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Die Visionen der Dottoressa

Alles, was Maria Montessori unternahm, tat sie gegen Widerstände, nur gehalten von dem inneren Wissen, dass genau das ihre Aufgabe war
von Christian Feldmann vom 28.12.2015
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An der Uni in Rom gab es im Sommer 1892 einen kleinen Skandal: Eine junge Frau namens Maria Montessori wollte sich als Medizinstudentin einschreiben lassen. Das war damals für eine Frau unerhört. Doch die resolute Maria schaffte es. Entrüstete Professoren und verächtlich grinsende Mitstudenten schnitten sie; morgens musste sie brav vor dem Hörsaal warten, bis alle männlichen Kollegen Platz genommen hatten – und meist nur noch ein Stehplatz übrig blieb. Aber sie hielt zäh durch und erreichte in der Abschlussprüfung 105 von 110 möglichen Punkten. Die Presse brachte Sensationsmeldungen über die erste Dottoressa Italiens.

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