Tschernobyl und Fukushima gedenken

Anlässlich des 40. Jahrestags der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und des 15. Jahrestags von Fukushima rufen Initiativen für Samstag, den 18. April 2026, zu einer Demonstration am Brandenburger Tor in Berlin auf. Die Veranstaltung soll an die Folgen beider Unglücke erinnern und ein politisches Zeichen setzen.
Im Demoaufruf fordert die einladende NGO »ausgestrahlt« einen konsequenten Ausstieg aus der Atomenergie, ein Ende der atomaren Aufrüstung und den Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbotsvertrag. Rund um die beiden Jahrestage lädt ausgestrahlt zudem zu Onlineveranstaltungen ein, bei denen aktuelle Entwicklungen in der Atompolitik beleuchtet werden sollen und Experten zu Wort kommen.
Am 26. April 1986 explodierte Block vier des Kernkraftwerks Tschernobyl. In den betroffenen Regionen wurden Ortschaften evakuiert, Menschen umgesiedelt, viele Betroffene tragen lebenslange gesundheitliche Folgen. Am 11. März 2011 kam es nach einem Tsunami in drei Reaktoren des japanischen Kernkraftwerks Fukushima zu Kernschmelzen. In der Region sind Luft, Wasser und Boden bis heute kontaminiert.




Georg Lechner 30.03.2026, 16:44 Uhr:
Wegen des Tsunamis wurden die AKWs in Japan heruntergefahren. Damit fehlte die Energie für den Betrieb der Kühlwasserpumpen im AKW Fukushima, was bei der Planung dieses AKWs nicht berücksichtigt worden war.
Bei Tschernobyl gab es mehrere sicherheitstechnische NoGo's, die zwei markantesten waren die Inaktivierung von Sicherheitsverriegelungen (um die Leistung für die morgendliche Bedarfsspitze zu erhöhen) und Entscheidungsgewalt fachlich nicht qualifizierter Personen.
Die Sorge hinsichtlich einer Unterordnung von Sicherheitsaspekten unter kommerzielle Interessen hatte neben politischem Kalkül (seitens der VP, um der regierenden SP eins auszuwischen) und den Auseinandersetzungen um den schnellen Brüter in Kalkar (der Wirtschaftsminister in NRW hatte seine Unterschrift für die nächste Etappe beim Bau verweigert, weil sich die Betreibergesellschaft geweigert hatte, mehr Kohle zu verstromen, um so ein Beschäftigungsprogramm im Ruhrpott auf die Beine zu stellen, führten zum Nein in Ö.