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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 13/2019
Raus aus der Angst!
Kirchentag 2019. Worauf man vertrauen kann
Der Inhalt:

Theologie und Kirche weit voraus

von Norbert Copray vom 18.07.2019
Perry Schmidt-Leukel denkt ein neues Modell religiöser Vielfalt. Seine interreligiöse Theologie geht weit über freundlich-pluralistisches Denken hinaus. Er entdeckt die »Selbstähnlichkeit« der Religionen. Norbert Copray empfiehlt Schmidt-Leukels aktuelles Werk als Buch des Monats
Durchbruch zum Neuen: Perry Schmidt-Leukel entwirft eine interreligiöse Theologie. (Foto: luxuz:.photocase.de)
Durchbruch zum Neuen: Perry Schmidt-Leukel entwirft eine interreligiöse Theologie. (Foto: luxuz:.photocase.de)

In seinem neuen Buch »Wahrheit in Vielfalt« geht Perry Schmidt-Leukel klar über den Stand der Debatte des religiösen Pluralismus hinaus. Der universitären und kirchlichen Theologie der christlichen Konfessionen ist er weit voraus. Obwohl der Professor für Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie an der Uni Münster traditionelle Stücke verschiedener Theologien weiterführt, kann es klassisch orientierten Gläubigen, besonders konservativ geprägten Kirchenverantwortlichen, den Atem verschlagen. Schmidt-Leukel entwirft sein Modell religiöser Vielfalt nicht ohne Rückbindung an die eigene Herkunft als christlicher Theologe. Längst bewegt sich eine anwachsende Gruppe von Gläubigen in Richtung ökumenischer, interreligiöser, interkultureller und geistiger Vielfalt. Schmidt-Leukel bietet ihnen und den theologisch geschulten und interessierten Glaubenden in Christentum, Judentum, Hinduismus, Buddhismus und auch in den chinesischen Religionen eine Plattform an, eine Landkarte, in der Orientierungssuche, Reflexion, Sprachfindung und Themenklärung für einen Dialog zusammenfinden.

Dazu entwickelt er ein aus der Mathematik entlehntes Modell. Es geht um »eine fraktale Interpretation religiöser Vielfalt«, die die Koexistenz von Wahrheit und Wahrheitsanspruch in den Religionen auf eine neue Ebene hebt. Es finden sich fraktale Erscheinungsformen in der Natur: Etwa sind die Anzahl der Stufen von selbstähnlichen Strukturen begrenzt. Typisch sind die fraktalen Strukturen bei der grünen Blumenkohlzüchtung Romanesco und bei den Farnen. Auch der Blumenkohl

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