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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 15/2016
Wähle das Leben
Wie suizidgefährdete Menschen wieder Mut fassen
Der Inhalt:

Soll man Bettlern Geld geben?

vom 05.08.2016
In Fußgängerzonen und vor Kirchen sitzen sie und bitten um eine Gabe. Viele Passanten sagen »Nein«, andere geben fast jeden Tag etwas. Ist das gelebte Nächstenliebe? Uns interessiert Ihre Meinung! Argumente? Finden Sie in diesem Pro und Contra von Kardinal Woelki und Alfred Preuß von der Heilsarmee
Für Kardinal Rainer Maria Woelki (links)  ist der Euro, den man Bettlern gibt, ein »ehrliches Zeichen der Zuwendung«, für Alfred Preuß von der Heilsarmee dagegen »oft schädlich« (Fotos: Erzbistum Köln; Deutsche Heilsarmee)
Für Kardinal Rainer Maria Woelki (links) ist der Euro, den man Bettlern gibt, ein »ehrliches Zeichen der Zuwendung«, für Alfred Preuß von der Heilsarmee dagegen »oft schädlich« (Fotos: Erzbistum Köln; Deutsche Heilsarmee)
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Rainer Maria Woelki: »Ja! Es ist ein Zeichen der Zuwendung«

»Man sollte Bettlern Geld geben, denn der Euro, den ich im Vorbeigehen gebe, kann ein ehrliches Zeichen der Zuwendung sein. Die Situation kennt doch jeder: Menschen, die auf der Straße leben, bitten uns um Geld – sollen wir ihnen etwas geben oder nicht? Der Kopf sagt vielleicht: Nein, denn das Geld könnte ja in Alkohol und Zigaretten fließen. Das Herz sagt hingegen: Ja, warum nicht? Er braucht den Euro dringender als wir.

Tatsächlich geht es hier aber um mehr als eine finanzielle Abwägung; die Situation wirft jedes Mal die Frage auf: Wie gehe ich mit Menschen um, die meine Hi

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Chrisgine Löbner-Stark
01.09.2016
Ich gebe immer etwas, wenn der "Bettelhut"vor einem Menschen steht, der etwas tut, z.Bsp. Musik macht und sei sie noch so einfach oder schlecht vorgetragen.
Das reine Betteln, vor allem von jungen Menschen unterstütze ich selten. Das Betteln von Menschen aus Osteuropa unterstütze ich nie, weil dahinter fast immer menschenunwürdige Praktiken stecken.
Klaus Wachowski
21.08.2016
Soll man Bettlern Geld geben? So habe ich es seither gehalten: wie es mir gerade einfiel, wie die jeweilige Äußerung der Bettelnden gerade auf mich wirkte.

Es geht um Lebensunterhalt. Bettler verdienen ihr Geld mit saurer Arbeit in einem verachteten Gewerbe. Sollte man es nicht wie anderswo am unteren Rand der gesellschaftlichen Bewertung halten und Gewerbescheine plus Steuererklärungen ausgeben? weiter in meinem Blog
Werner Fuchs
21.08.2016
Ich gebe mitunter: manchmal einfach aus dem Bauch heraus, manchmal auch aus Dankbarkeit.
Keine feste Regel.
Wenn jemand dazu auch noch Musik macht, bin ich noch mehr zum Geben geneigt. Dann bleibe ich auch manchmal stehen, gehe in Kontakt mit dem Musikanten.
Norbert Dahnke
20.08.2016
Ja,man sollte nen Euro geben.Problem kenne ich erst seit 25 Jahren.Solange ich noch in der Nähe des Bahnhofs Friedrichstr.in Berlin
arbeitete, wurde ich häufig angesprochen.Wenn
ich nicht in Eile war,ging ich lieber zu ei-
nemStand und ließ demjenigen etwas zu Essen
und ein alkoholfreies Getränk wählen.Es wurde
aber manchmal auch abgelehnt.(lieber nurGeld)
Ingrid Teupke
20.08.201609:47
Da ich nicht helfen kann, gebe ich Almosen, aus dem Bauchgefühl heraus, wenn ich das Gefühl habe, dass es dem Betreffenden hilft, oft auch, wenn ein Hund dabei ist. Regelmäßig kaufe ich die Obdachlosenzeitung, weil ich das Konzept, das dahinter steht, gut finde. Direkt geben und langfristig helfen schließen sich doch nicht aus.
ingrid teupke
Monika Sinning
20.08.2016
Ich gab früher, doch jetzt sage ich NEIN. Denn es gibt Anlaufstellen, gerade hier in Deutschland, die Obdach, Nahrung und Kleidung gewähren. Ich hab durch die Gehaltsabzüge genug in ein System finanziert, welches undurchschaubar geworden ist und kriminelle Machenschaften teilweise unterstützt. Ich muss mich informieren, bilden, Steuerberatung bezahlen, die Fehler der Vergangenheit büßen. Meine Nachfahren tragen daran auch - Schluss mit der Märtyrer-Haltung!!
Marie Großjung
19.08.2016
Schon aus Dankbarkeit, dass ich selber nicht in einer "erbärmlichen" Lage bin, gebe ich gerne den Euro einem Menschen, der es offensichtlich nicht gut hat.