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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 7/2016
Eine Stadt sucht Heilung
Brüssel nach dem Terror
Der Inhalt:

Das Haltbarkeitsdatum abschaffen?

Bundesernährungsminister Christian Schmidt (CSU) hat vorgeschlagen, das Mindesthaltbarkeitsdatum von Lebensmitteln abzuschaffen. Es sollen stattdessen nur noch das Herstellungsdatum und eine Verbraucherinformation auf der Verpackung abgedruckt werden. Ist das sinnvoll? Ein Pro und Contra
Das Mindesthaltbarkeitsdatum abschaffen?  Bernhard Walter, Referent für Ernährungssicherheit beim evangelischen Entwicklungsdienst »Brot für die Welt« ist dafür, Nicole Maisch, verbraucherpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, hält die Debatte für fehl am Platz
Das Mindesthaltbarkeitsdatum abschaffen? Bernhard Walter, Referent für Ernährungssicherheit beim evangelischen Entwicklungsdienst »Brot für die Welt« ist dafür, Nicole Maisch, verbraucherpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, hält die Debatte für fehl am Platz

Bernhard Walter: Ja, damit Essen nicht weggeworfen wird

In Deutschland werden mehr als zwanzig Prozent aller Lebensmittel in den Müll geworfen. Das ist aus ökologischer und ökonomischer Sicht nicht zu rechtfertigen. Wenn die weggeworfenen Lebensmittel aus Entwicklungsländern stammen, gefährdet das überdies auch die Ernährungssicherheit in diesen Ländern. Denn die Flächen, die für die weggeworfenen Produkte verbraucht werden, stehen nicht mehr für die Versorgung der einheimischen Bevölkerung zur Verfügung.

Ein Grund für die Vernichtung wertvoller Nahrungsmittel ist das Mindesthaltbarkeitsdatum, das auf vielen Lebensmitteln abgedruckt ist. Es ist aber kein Verfallsdatum, sondern gibt nur an, bis zu welchem Datum das ungeöffnete und richtig gelagerte Produkt seine spezifischen Eigenschaften wie Geschmack, Geruch,