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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 14/2016
CETA, TTIP und TISA stoppen! Fairhandel statt Freihandel
Der Inhalt:

Darf man in den Urlaub fliegen?

von Wolfgang Strasdas, Reiner Neises vom 24.07.2016
Das Flugzeug wird ein immer beliebteres Verkehrsmittel für Urlauber, auch weil Billigflieger oft günstiger sind als die Bahn. Doch jeder Flug verursacht einen enormen CO2-Ausstoß. Das fördert den Treibhauseffekt. Ist es trotzdem vertretbar, in den Flieger zu steigen? Uns interessiert Ihre Meinung! Argumente? Finden Sie in diesem Pro und Contra
Darf man in den Urlaub fliegen? Wolfgang Strasdas (links) sagt: Ja! Reiner Neises (rechts) sagt: Nein, besser nicht! (Fotos: privat)
Darf man in den Urlaub fliegen? Wolfgang Strasdas (links) sagt: Ja! Reiner Neises (rechts) sagt: Nein, besser nicht! (Fotos: privat)

Wolfgang Strasdas: »Ja! Aber nicht oft«

»Unter bestimmten Bedingungen ist es schon in Ordnung, ab und zu in den Urlaub zu fliegen. Der Klimaschutz ist zwar ein wichtiges Argument dagegen. Doch komplett auf Fernreisen zu verzichten hätte weitreichende Folgen: In etlichen Ländern, die vom Tourismus leben, würde es die Volkswirtschaft ruinieren. Spannende Kulturen und Naturschauspiele könnte man nicht mehr mit eigenen Augen erleben. Auch die Völkerverständigung würde darunter leiden, wenn wir uns die Begegnung mit Kulturen in Afrika, Asien oder Lateinamerika nähmen. Reisen in ferne Länder weitet den Horizont und ermöglicht die Erfahrung des »selbst Andersseins«. Das ist das beste Mittel gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.

Der Ferntourismus trägt auch zum Schutz seltener Tiere bei: Elefanten und Gorillas gäbe es ohne den Tourismus womöglich nicht mehr. Wer vom Whale-Watching lebt, jagt keine Wale mehr. Und dass in Ruanda sogar während des Genozids die Gorillas überlebten, liegt daran, dass die einheimische Bevölkerung wusste, dass diese Tiere und ihr Lebensraum einen Wert für Touristen haben.

In einigen Ländern Lateinamerikas hat der Tourismus dazu geführt, dass die marginalisierte indigene Bevölkerung ein neues Selbstbewusstsein für sich und ihre Kultur entwickelt hat. Und welche Alternativen zum Tourismus hätte etwa Namibia, wenn keiner mehr hinflöge? Die Wirtschaft würde nur noch auf den Export von Uran und Rindfleisch setzen – und das wäre nicht nachhaltig.

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