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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 3/2019
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Der Inhalt:

Woran glauben Jugendliche?

von Amelie Eliat vom 16.02.2019
Ist die Frage nach Gott Schülerinnen und Schülern heute wichtig? Und was halten sie von den Kirchen und ihren Lehren? Erfahrungen einer Religionslehrerin

Vorab gesagt: Die Kirche hat noch nicht ausgedient, die Frage nach Gott ist nicht von gestern und der Religionsunterricht erfährt durchaus Wertschätzung. Wir können uns beruhigen. Aber jeder dieser drei Aspekte ist an Bedingungen geknüpft. Jeder ist in einem starken Wandel begriffen – und nichts ist selbstverständlich mit dem anderen verknüpft.

Wer die Kirche besucht, sich dort engagiert, Messdiener ist oder das Ferienlager leitet, glaubt nicht unbedingt an Gott und kann die Bibel durchaus als »kompletten Bullshit« empfinden. Wer an Gott glaubt – oder der Frage nach Gott Relevanz beimisst –, ist nicht unbedingt an Religion interessiert. Manche Schüler denken, dass Religion und der in ihr verankerte institutionalisierte Glaube nicht notwendig sind für die Auseinandersetzung mit Gott. Jeder glaube doch sowieso individuell, da habe eine Religion mit ihren Lehren nichts zu suchen. Religion mache nur Vorschriften, erzeuge Kriege und Konflikte. Gott ist wichtig: »Aber wieso muss man daraus immer gleich eine Religion machen?«

Wer im Religionsunterricht aktiv ist, muss nicht notwendig an Gott glauben und schon gar nicht in der Kirche aktiv sein. Manchmal reicht es, nur den Lehrer zu mögen. Man kann im Religionsunterricht gut sein, ohne ihn zu schätzen; man kann Dinge sagen, die der Lehrer hören will. Oder man kann dort sein Religionsstunden-Ich auspacken, das sonst nirgendwo zutage tritt. Kurz: Es gibt jede Kombination von Einstellungen, Denkweisen. Manches davon ist mitreißend, klug überlegt, entspringt einer offenen Weltsicht und tiefer Sehnsucht nach mehr Gerechtigkeit und dem Gelingen von Pluralität in der Gesellschaft.

»Das muss aber jeder ganz allein für sich entscheiden.« Die

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