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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 2/2017
Bevor es zu spät ist
Wie junge Menschen vor gewaltbereiten Salafisten bewahrt werden können
Der Inhalt:
vom 27.01.2017
»Schreiben Sie uns Ihre Erlebnisse und Erfahrungen!« Dazu haben wir Sie im Publik-Forum-Dossier »Warum ich (nicht) bete« (24/2016) aufgefordert. Eingegangen sich zahlreiche persönliche Briefe

Ich halte die Betrachtung des Gebets, wie sie die Rabbinerin Elisa Klapheck in Ihrem Dossier darlegt, für einen sehr zeitgemäßen Umgang mit dem Beten. In der Gewissheit der Gegenwart Gottes wird Beten so zu einem aufgeklärten, erwachsenen Akt der Übernahme von Verantwortung. Das Ringen um »Erkenntnis, Einsicht und Verstand« weist den Weg zu einem steten Bemühen, das sich im Neuen Testament fortsetzt in einem »Wachet und betet«. Und es disqualifiziert Populisten und Demagogen, denen es nicht um Erkenntnis, sondern um Vereinfachung geht.Thomas Krämer, Langen

Seit Jahren hängt zwischen lauter Familienfotos an meinem Regal ein Spruch von Angelus Silesius: »Halt an, wo läufst du hin, der Himmel ist in dir. Suchst du Gott anderswo, du fehlst ihn für und für.« Bei unserem Beten reden wir viel, Lob und Dank sind selten, das Meiste ist Bitte. Jetzt vor allem um Frieden auf Erden: Trump, Aleppo, Rechtsradikale, Türkei, IS, Hacker, Attentate. Millionen Menschen flehen täglich inständig. Aber hört uns Gott? Er weiß das doch alles; reden wir uns kaputt mit den immer gleichen Sorgen und Katastrophen? Eines Tages taucht dieser Spruch in mir auf, ganz anders als sonst. Drängend, fordernd: »Der Himmel ist in dir.« Also: Nicht Reden – Schweigen. Nicht Tun – Dasein. Der Himmel ist ja in dir.Rosemarie Bottländer, Odenthal

Ich bin seit 48 Jahren Priester. So manches Mal widerstrebt mir das katholische Brevier-Gebet als zu formelhaft geworden. Mir sind die ins Brevier aufgenommenen Psalmen kein helfendes/stützendes Gebet wegen ihres Geredes vom Zorn Gottes/des »Messias« Zeugung vor dem Morgenrot und ähnlichem Stuss. Die Verantwortlichen sollten sehr aufmerksam und empfindsam durch alle Horen gehen! Mein Vorschlag: Es möge (auch) viel der heutigen sehr guten religiösen Literatur (Gedichte ...) mit tiefem spirituellen Inhalt verwendet werden.Karl-Erich Meindl, Hünfeld

Das bedeutet für mich beten: Im Frieden sein mit mir selber. Immer wieder versuchen, zum Wesentlichen vorzudringen. Mich immer wieder zu erheben, aus dem Mangelhaften, aus Gewalt, Leid, Zweifel, Schmerz. Ja zu sagen zu meiner Unvollkommenheit, zu Unvollkommenheiten überhaupt. Immer wenn ich unterwegs bin zu mir selber, bin ich unterwegs zu Gott – so verstehe

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