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kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 8/2019
Wie christlich ist Ihre Politik?
Fragen an Annegret Kramp-Karrenbauer
Der Inhalt:

Tod auf Golgatha?

Was wäre, wenn Jesus seine Kreuzigung überlebt hätte? Muss das Christentum neu gedacht werden? Ein Streitgespräch zwischen dem Historiker Johannes Fried und dem Theologen Magnus Striet
Der Weg, der nach Golgatha führt: Endet er mit Tod und Auferstehung? (Foto: Adam Korzeniewski/Alamy Stock Photo)
Der Weg, der nach Golgatha führt: Endet er mit Tod und Auferstehung? (Foto: Adam Korzeniewski/Alamy Stock Photo)

Publik-Forum: Herr Fried, Sie vertreten die These, Jesus habe seine Kreuzigung überlebt. Wie kommen Sie dazu?

Johannes Fried: Durch medizinische Erkenntnisse. Das Johannesevangelium berichtet, dass ein römischer Soldat dem am Kreuz Hängenden mit einer Lanze in die Seite gestochen habe. Es heißt dort: Es kam Blut und Wasser heraus. Das war kein Todesstoß, sondern ein Kontrollstoß in die Rippen, um zu prüfen, ob der Gekreuzigte wirklich tot war. Doch dieser Stich hatte eine ganz andere Wirkung: Die Wunde brachte die Rettung.

Wie das?

Fried: Jesus wurde vor seiner Kreuzigung ausgepeitscht. Es ist wahrscheinlich, dass es zu einem Rippenbruch mit Verletzung des Brustfells, der Pleura, gekommen ist. In so einem Fall sammeln sich Wundwass