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Lichter der Hoffnung

vom 19.02.2021
von Ortrud Harhues

Wie ein Psalm zu beten, in Momenten des Zweifels:

Mein Gott, mein Gott, sag: Hast du uns verlassen?
Menschen sterben vor der Zeit.
Schulen, Theater, Lokale geschlossen, Treffen verboten.
Ein Virus saugt weltweit an unserer Lebenskraft.

Mein Gott, mein Gott, sag: Hast du uns verlassen?
Einsam sind wir – Freunde und Familie fehlen.
Das Leben steht still. Sorgen erfüllen die Köpfe.
Wann werden wir wieder eng aneinandergeschmiegt leben und feiern können?

Mein Gott, mein Gott, sag: Hast du uns verlassen?
Leben in Fülle hast du verheißen, aber unser Rufen verhallt.
Menschen haben dem Virus den Weg geebnet.
Menschen verteilen es weiter in ihren Familien und um den Erdball.
Mutationen verbreiten neuen Schrecken.
Kinder verstehen nicht und leiden stumm.
Tagelöhner verlieren ihren Lebensunterhalt und hungern.

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Mein Gott, mein Gott, ich rufe um Hilfe.
Du kennst das Leiden, die Angst, all die dunklen Gedanken, die Erschöpfung und die Wut.
Schenke meinem Herzen Ruhe und meinem Gemüt Zuversicht.
Verbinde mich mit anderen in der Suche nach Lösungen.
Mein Gott, mein Gott, ich rufe um Hilfe.
Zeige, dass du ein Gott des Lebens bist.
Zeig, dass du bei denen bist, die alles tun, um der Gefahr zu begegnen, die um jedes Leben kämpfen und Heilung bringen wollen.

Mein Gott, mein Gott, ich rufe um Hilfe.
Ich erwarte von dir keine Wunder, keinen himmlischen Eingriff zur Vernichtung des Virus.
Aber zeig dich als der, der mich begleitet und mein Herz tröstend hält.
Lass Mut und Zuversicht, Langmut und Geduld wachsen.
Schenke mir Begegnungen, die stärken.
Zeige mir Wege, Lichter der Hoffnung zu entzünden.
Höre mein Rufen. Enttäusche meinen Glauben nicht.

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Alle Beiträge des Erzählprojektes »Die Liebe in Zeiten von Corona«

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