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vom 21.04.2020
von Marlies Kämpfer

Ich, allein lebend, früher berufstätige Familienfrau, 89-jährig, relativ rüstig, gesund und gehbehindert. Die Fragen beantworte ich so knapp als möglich.

Wie hat Corona Ihr Leben bis jetzt verändert?
Mir fehlen Gesichter, Stimmen, Alltagsgeräusche/Lärm. Dinge fehlen nicht.

Wie verbringen Sie Ihren Tag?
Allein in freiem, reduziertem Ablauf, gesuchte und zufällige Begegnungen fehlen. Das natürliche Bewegen muss ich mit Entschliessen dazu ersetzen.

Wie geht es Ihnen mit Ihren Nachbarn?
Der kurze Treppenhaus-, Briefkasten-, Waschküchen-Schwatz fehlt. Wir winken, grüssen lächelnd.

Wie halten Sie Verbindung zu Ihren Kindern, Enkelkindern und anderen Angehörigen?
Anrufen, Nachfrage per Mail, Postkarte schicken, einfach an sie denken, Rundbrief.

Und umgekehrt: Wie können Sie sich jetzt um Ihre Eltern und Großeltern kümmern?
Meine Vorgeneration gibt es nicht mehr.

Was machen Sie ohne Gottesdienste?
Meinen Sie Predigtbesuch? Ersetze ich mit Radio oder TV. Das Gemeindegefühl lässt sich schlecht ersetzen. Auch nicht die Rituale und der gespendete Segen.

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Beten Sie zu Hause? Und welche Gebete helfen Ihnen in diesen Tagen besonders?
Natürlich. Alle. Auch spontan frei gedachte/gesprochene.

Formulieren Sie Ihr eigenes Gebet.
Herr – hilf!

Erzählen Sie uns von kreativen Ideen und Aktionen.
Brainstorming in allen Sparten: Musik, Lieder, Gedichte, Wissen, Sprache, Geografie, Fotoalbum …

Ich geniesse das wohltuende Zeit-Ruh-Gefühl. Nichtkönnen wird Nichtmüssen. Leider allein.

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Alle Beiträge des Erzählprojektes »Die Liebe in Zeiten von Corona«

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