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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2021
Angela Merkels schwieriges Erbe
Was die ewige Kanzlerin hinterlässt
Der Inhalt:

Judentum
»Es bleibt ein Leben lang schwierig«

von Stefanie Oswalt vom 24.09.2021
Wer gehört dazu, wer nicht? Die Soziologin und Tochter eines jüdischen Vaters, Ruth Zeifert, wünscht, dass »Vaterjuden« einen eigenen Status erhalten.
Der Vater ist religionsrechtlich unerheblich: Zugehörigkeit zum Judentum wird über die Mutter tradiert(Foto: istockphoto/Drazen Zigic)
Der Vater ist religionsrechtlich unerheblich: Zugehörigkeit zum Judentum wird über die Mutter tradiert(Foto: istockphoto/Drazen Zigic)
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Publik-Forum: Gerade gibt es Streit in der jüdischen Community und in den deutschen Feuilletons über die Zugehörigkeit zum Judentum, der für nicht-jüdische Menschen schwer nachvollziehbar ist. Worum geht es?

Ruth Zeifert: Es geht um die Voraussetzungen, innerhalb und außerhalb des Judentums als jüdisch anerkannt zu werden. Nach dem jüdischen Religionsgesetz, der Halacha, ist jüdisch, wer von einer jüdischen Mutter geboren wurde – und zwar unabhängig davon, ob diese Mutter ihr Judentum religiös versteht oder nicht. Wer »nur« einen jüdischen Vater hat, wird von der Halacha nicht als jüdisch anerkannt. Der oder die muss dann konvertieren, um auch formal Jüdin oder Jude zu sein, selbst wenn sie oder er sich zum Beispiel bereits länger in einer Gemeinde

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