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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 23/2012
Das Christentum
Was wird, was bleibt?
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Erwarte das Neue

von Britta Baas vom 08.12.2012
Das Christentum verändert sein Gesicht. Immer wieder, immer anders. Was wird? Und was bleibt?
So vernünftig es ist, auf ein Update für den Glauben zu pochen, so falsch wäre es zu glauben, mit diesem Update sei das neue Christentum ein für alle Mal hergestellt. Fantasie bleibt gefragt - und die Definition bleibt es auch. (Foto: mys/photocase.com)
So vernünftig es ist, auf ein Update für den Glauben zu pochen, so falsch wäre es zu glauben, mit diesem Update sei das neue Christentum ein für alle Mal hergestellt. Fantasie bleibt gefragt - und die Definition bleibt es auch. (Foto: mys/photocase.com)

Gut sein reicht nicht. Das können auch andere, so viel ist klar. Was also denkt und tut ein Christ? Und kann er es auch erklären? Theologen versuchen es in dicken Büchern. Sehr erfolgreich sind sie damit bei den meisten Menschen nicht. Der Karikaturist Thomas Plaßmann weiß das. »Exoten« heißt der Titel einer seiner Zeichnungen. Da fragt ein Mann bei einem Stehempfang sein Gegenüber: »Sie sind Christ!? ... Ach, interessant ... Und was macht man da so?«

Weil diese Frage offenbar immer weniger Menschen überzeugend beantworten können, treten immer mehr aus den Kirchen aus. Tausende sind es jährlich allein in Deutschland. Woran liegt das? Hat das Christentum sein Verfallsdatum überschritten? Hat es nichts mehr, das die Menschen fasziniert und mitreißt, tröstet und rettet, anspornt und glücklich macht?

Wer Menschen nach Begründungen für ihren Kirchenaustritt fragt – in Deutschland für sehr viele gleichbedeutend mit der Abkehr vom Christentum –, bekommt unterschiedliche Antworten. Die einen gehen, weil sie die Kirchen, die sie mit den Christen identifizieren, verlogen finden. Wenn Priester Kinder missbrauchen, Bischöfe in Saus und Braus leben, Korruptions- und Finanzskandale geschehen wie in jedem anderen Unternehmen auch, wollen sie nicht mehr für den Erhalt der Firma zahlen.

Andere gehen, weil ihnen die Kirchen langweilig und nutzlos erscheinen. Weil sie nicht nennenswert zum persönlichen Wohlbefinden beitragen, werden sie abgestoßen. Der egoistische Mehrwert: Man spart sich die Kirchensteuer. Wenn doch einmal

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