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Der Papst im verflixten siebten Jahr

von Thomas Seiterich 13.01.2019
Mit Getöse startet die Papstkirche ins Jahr 2019. Zwei dringend benötigte Presse-Profis ließen Franziskus zu Neujahr im Stich. Die Kurienreform verläuft konfliktreich und chaotisch. Und das, wo im Februar der globale Gipfel über sexuelle Gewalt in der Kirche bevorsteht. Franziskus hat die Chefs aller Bischofskonferenzen der Erde nach Rom befohlen
Der Papst kommt ins verflixte siebte Jahr seines Pontifikats: Die Presseabteilung produziert Chaos, die Kurienreform verläuft konfliktreich. Und im Februar 2019 dräut der Missbrauchsgipfel in Rom. (Foto: imago/Rene Traut)
Der Papst kommt ins verflixte siebte Jahr seines Pontifikats: Die Presseabteilung produziert Chaos, die Kurienreform verläuft konfliktreich. Und im Februar 2019 dräut der Missbrauchsgipfel in Rom. (Foto: imago/Rene Traut)

Mit Gerumpel und Geächze sowie zwei überraschenden Rücktritten der beiden Sprecher des Papstes startet das katholische Rom in das Jahr 7 des Pontifikats von Papst Franziskus. Es droht, ein verflixtes siebtes Jahr zu werden. Denn es herrscht kein eitel Sonnenschein. Die einfachen Leute an der Basis der Kirche und außerhalb mögen den unkonventionellen Papst nach wie vor. Doch Franziskus’ konservative Gegner im hohen Klerus lassen kaum etwas unversucht, um ihm die sich häufenden Missbrauchsskandale anzukleben. Bizarr. Denn der Papst, der den Irrweg des Klerikalismus verlassen will, ist nicht der Verursacher sexueller Gewalt und amtskirchlicher Vertuschung.

Die sexuellen Verbrechen durch Priester, Bischöfe und Kardinäle verdunkeln den kirchlichen Zukunftshorizont. Deshalb hat Franziskus für Ende Februar die Spitzenmänner sämtlicher Bischofskonfe