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Der Islam, dein Feind und Helfer

Im Westen der Welt halten viele die Anhänger Mohammeds für gefährlich und den Koran für ein Buch der Gewalt. Navid Kermani und Mouhanad Khorchide sagen: Es ist alles ganz anders
von Britta Baas vom 06.11.2015
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Navid Kermani wurde in diesem Jahr mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet, nach seiner bewegenden Rede in der Frankfurter Paulskirche bat er um ein Gebet (Foto: pa/dpa/Arne Dedert)
Navid Kermani wurde in diesem Jahr mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet, nach seiner bewegenden Rede in der Frankfurter Paulskirche bat er um ein Gebet (Foto: pa/dpa/Arne Dedert)

Neulich noch schien alles so einfach: Deutschland, geprägt vom Christentum und dem Zeitalter der Aufklärung, hatte sich mit der Religion im Land gut eingerichtet. »Die Religion« war vor allem christlich, und der Staat war dankbar für ihre Existenz. Man hatte entschieden, sich in getrennten Sphären aufzuhalten, sich gegenseitig nicht wehzutun, sondern sich immer wieder aufeinander zu beziehen. Bis heute lobt so manche Verfassung eines Bundeslandes ausdrücklich jene »christlichen Werte«, auf die sich seine Politik bezieht. Staatsakte kommen kaum ohne Vertreter der beiden großen christlichen Konfessionen aus. Sie werden geschätzt und gebraucht. Und sei es nur, um ein Werte-Vakuum zu füllen, das der säkulare Staat bisweilen spürt.

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