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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2021
Angela Merkels schwieriges Erbe
Was die ewige Kanzlerin hinterlässt
Der Inhalt:

Katholische Kirche
Anerkennung, die krank macht

von Matthias Drobinski vom 19.09.2021
Missbrauchsbetroffene fordern den Stopp des bisherigen Entschädigungs-Verfahrens der Bischofskonferenz. Es mache viele Antragsteller krank. Und das ist nur ein Grund für ihre Forderung.
Locker lassen gilt nicht: Betroffene sexualisierter Gewalt demonstrieren im März 2020 in Mainz (Foto: pa/Geisler-Fotopress)
Locker lassen gilt nicht: Betroffene sexualisierter Gewalt demonstrieren im März 2020 in Mainz (Foto: pa/Geisler-Fotopress)
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Wie es ihm gehe? Geht so, sagt Jens Windel. Das katholische Bistum Hildesheim hat gerade einen Bericht zum Handeln der Kirchenleitung bei Fällen von sexualisierter Gewalt vorgelegt. Die Geschichten darin kennt Jens Windel deprimierend gut, er engagiert sich in der Betroffeneninitiative Hildesheim und im Betroffenenbeirat der Bischofskonferenz (DBK). Auch ihm tat ein Priester Gewalt an, da war der heute 47-Jährige neun Jahre alt. »Gerade ist das wieder sehr nah«, sagt er. Aber »anderen geht es schlechter, und ausgerechnet das Verfahren zur Anerkennung erlittenen Leides macht sie krank.«

Von einem weiß er, dass er kaum noch reden kann, bei einem anderen sind die unkontrollierten Wutausbrüche zurückgekehrt, ein dritter musste in die Klinik zur Behandlung. Ausgerechnet je

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Rudolf Grzegorek
22.10.2021
Das Szenario ist fast immer gleich! Die Straftaten liegen Jahrzehnte zurück und die Täter sind verstorben, sodass die säkulare Justiz an Grenzen stößt. Eine klerikale absolutistische Hierarchie, geleitet von einer reinen Männerriege, gewährt die »Gnade«, verjährten kriminellen Machenschaften nachzugehen und den Opfern einen Obolus zu gewähren. Die Mitglieder der Gremien, die über das Procedere bei diesen Delikten entscheiden, gehören zum Berufsstand der Täter. Wessen Interessen mögen sie vertreten?
Marcellus Jany
22.10.2021
»Sexuelle Gewalt in der Kirche« lautet die Schlagzeile auf dem Titelblatt. Ein Blick ins Heft erst verrät, dass es um die katholische Kirche geht. Ich halte es für falsch, »alle in einen Topf zu werfen«, auch wenn Theologen gerne die eine Kirche Jesu Christi im Geiste beschwören. In der Praxis gibt es sie nicht und bei diesen schwierigen Themen wie dem sexuellem Missbrauch und der Art der Aufarbeitung erst recht nicht.