Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 24/2019
Respekt. Vertrauen. Versöhnung
Was der Mensch zum Leben braucht
Der Inhalt:

Nach der Vertreibung Heimat finden

von Lutz Lemhöfer vom 20.12.2019
PFplus

Weiterlesen mit Publik-Forum Plus:

Digital-Zugang sofort plus 2 Hefte gratis nach Hause
  • 4 Wochen kostenlos alle über 30.000 Artikel auf publik-forum.de lesen
  • die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • die nächsten 2 Ausgaben gratis in Ihrem Briefkasten
Digital-Zugang
  • Mehr als 30.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für »Publik-Forum«-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Mehr als 30.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen

Roman. »Die Geschichte meiner verschwundenen Familie« nennt der Journalist und Romanautor Maxim Leo sein neues Buch im Untertitel. Seine Großeltern, Großonkel und -tanten wurden im Nazideutschland wegen ihrer jüdischen Herkunft, teilweise auch wegen ihres linken politischen Engagements, entrechtet und misshandelt. Vertreibung und Flucht veränderten ihr und ihrer Kinder Leben dramatisch, was Leo ebenso spannend wie einfühlsam erzählt. Die Juristen Irmgard und Hans schlossen sich der zionistischen Bewegung an und beteiligten sich als Nina und Hanan an der Gründung eines streng sozialistischen Kibbuz. Die mäßig erfolgreiche Schauspielerin Hilde wurde nach schweren Anfangsjahren in England und Amerika heimisch, als erfolgreiche Immobilienhändlerin und Millionärin. Die Gymnasiastin Ilse, die in Frankreich neu anfangen wollte, fand ihre große Liebe während der Haft in einem französischen Lager und folgte ihr nach der Befreiung ins österreichische Wien. Ihre Tochter kehrte mit sechzig nach Frankreich zurück – und empfand Heimatgefühle. Aber auch die ganz alte Heimat gewinnt neuen Reiz – für die Kinder und Enkel der Vertriebenen, die mit Neugier und Sympathie das neue Berlin für sich entdecken. Es sind Geschichten von persönlicher und politischer Selbstbehauptung durch schwierigste Fahrwasser hindurch, die erstaunen und berühren. Selten ist die Verschränkung von Privatem und Politischem in den Schicksalen von Geflüchteten so präzise und dezent zugleich erzählt worden. Unbedingt lesenswert!

Kommentare und Leserbriefe
Ihr Kommentar
Noch 1000 Zeichen
Wenn Sie auf "Absenden" klicken, wird Ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an Publik-Forum.de verschickt. Sie erhalten per E-Mail nochmals eine Bestätigung. Der Kommentar wird veröffentlicht, sobald die Redaktion ihn freigeschaltet hat. Auch hierzu erhalten Sie ein E-Mail. Siehe dazu auch Datenschutzerklärung.

Mit Absenden des Kommentars stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten zur Bearbeitung des Kommentars zu. Zum Text Ihres Kommentars wird auch Ihr Name gespeichert und veröffentlicht. Die E-Mail-Adresse wird für die Bestätigung der Bearbeitung genutzt. Dieser Einwilligung können Sie jederzeit widersprechen. Senden Sie dazu eine E-Mail an [email protected].

Jeder Artikel kann vom Tag seiner Veröffentlichung an zwei Wochen lang kommentiert werden. Publik-Forum.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus anderen Gründen inakzeptabele Beiträge nicht zu publizieren. Siehe dazu auch Netiquette.