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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 24/2019
Respekt. Vertrauen. Versöhnung
Was der Mensch zum Leben braucht
Der Inhalt:

Leserbriefe

vom 20.12.2019

Würdiges Sterben

Zu: »Die Zerreißprobe« (22/19, Seite 26-29)

Schön, dass Dietmar Mieth die Entscheidung seiner Frau, sich möglicherweise quälenden Behandlungen zur Verlängerung ihres Lebens zu entziehen, schließlich akzeptiert hat. Ich bin nicht gläubig, ich bin mit 19 Jahren (1970) aus der katholischen Kirche ausgetreten, weil ich es unzumutbar fand, wie diese Kirche mit der Hälfte der Menschheit, den Frauen, umgeht. Aber ich akzeptiere es selbstverständlich, wenn Menschen für sich die christliche Ethik achten. Aber wenn ich diese Ethik akzeptiere und davon ausgehe, dass alles Leben von Gott kommt und das Sterben auch: gibt es ein Gebot, dass ich mich als krebskranker Mensch allen noch so quälenden Behandlungen (Chemo, Strahlen, Medikamente) unterziehen muss, nur um möglicherweise dem Leben ein paar Monate abzutrotzen? Gibt es heute, unter den Bedingungen der ökonomisierten Medizin, überhaupt noch ein natürliches Sterben? Ich habe eine Ausbildung als ehrenamtliche Hospizhelferin bei einer ökumenischen Organisation gemacht und arbeite seit fast vier Jahren im stationären Hospiz. Mit diesen Erfahrungen stimme ich Frau Schneider absolut zu: um das Sterben zu verhindern, wird Gott ins Handwerk gepfuscht, und dann braucht es wieder andere Mittel, um ein würdiges Sterben zu ermöglichen. Roswitha Meessen, Mennheim

Mutiger Palästinenser

Zu: »Der Rückkehrer« (22/19, Seite 23)

Wer seit dem Bau der Mauer in Israel war und täglich unweigerlich durch Kontrollpunkte fuhr, wer Flüchtlingslager besuchte und – auch oder gerade als deutsche Touristin – Schikanen der sehr jungen Soldaten am eigenen Leib erlebte, weiß genau, wovon Abed Schokry schreibt. Ich verstehe den »Rückkehrer«, der aus tiefem Herzen und der Liebe zu seiner Heimat diesen Schritt gewagt hat. Ich verneige mich vor seinem aufrichtigem Mut, seinem Volk zu dienen. Palästina »am Stück« gibt es nicht mehr. Es ist zerklüftet wie ein Schweizer Käse. Unter den Augen der Welt begeht Israel täglich dokumentierte Menschenrechtsverletzungen und schert sich um nichts. Wer gebietet dem Einhalt? Wie weit will sich der Staat Israel noch seiner Würde entblößen? Gisela Habekost,

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