Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 24/2018
Gott wird Wort
In der modernen Welt vom Unsagbaren reden
Der Inhalt:

Leserbriefe

vom 21.12.2018

Hoffen, nicht glauben

Zu: »Gott, mein Therapeut« (22/18, Seite 26-29)

Dank an Britta Baas für diese Titelgeschichte, die fortgesetzt werden sollte! Hier geht es um einen Glaubensweg, den die Menschen gerade neu lernen: Gott wartet an den Hecken und Zäunen der Welt auf die Liebenden und schenkt ihnen neue Kraft in der Not ihres Lebens. Ja, es stimmt: Gott hat sich leise aus dem Staub der Religionen und Kirchen gemacht. Nach den himmelschreienden Verbrechen vieler seiner Religions- und Kirchendiener und der gottlosen Gewalttätigkeit der blindwütigen »Gotteskämpfer«, die sich auf Ihn – verlogen fundamentalistisch – berufen, hat Er es bei den Religionen und Kirchen nicht mehr ausgehalten, sich davongemacht und den Bedrängten, Heimatlosen, Verlassenen und Armen zugewendet, »nicht um sie zu trösten, sondern ihnen Kraft im Unglück zu schenken« (Simone Weil). So offenbart Er sich heute zunehmend den bedrängt Liebenden außerhalb der Religionen als der universale Gott der Liebe, der in der Not nicht als »deus ex machina« hilft (Bonhoeffer), sondern ihnen mit einer wunderbar neuen Stärke zur Seite steht. Die Kirchenlehrerin der katholischen Kirche, Theresia von Lisieux (1873-1897), verlor in ihrer letzten Krankheit mit 23 Jahren ihren tief verinnerlichten kirchlichen Glauben und bekannte den Mitschwestern voller Angst und Zweifel, dass sie nicht mehr an Gott glauben könne, weil Er für sie nicht mehr da sei, und dass es für sie keinen Himmel mehr gebe und alle Lehren der Kirche ihr wie leeres Stroh vorkämen. Nur die Liebe, sagte sie, brenne in ihr wie ein helles unauslöschliches Feuer. Ihr letztes, gut bezeugtes und nicht zurückgenommenes Bekenntnis im Angesicht des Todes war: »Ich glaube nur noch an die Liebe.« Das ist das erste Bekenntnis einer universal Glaubenden, die nicht mehr nach Formeln fragt, sondern nach gelebter selbstloser Liebe. Bernhard Scherger, Mönchengladbach

Heute Morgen habe ich Ihren Artikel in der neuen Ausgabe von Publik-Forum gelesen zu Glauben und Psychotherapie. Heute Nachmittag fällt mir aus meinem Bücherschrank das Buch von Hanna Wolff in die Hände: »Jesus als Psychotherapeut – Jesu Menschenbehandlung als Modell moderner Psychotherapie«. Erste Auflage 1978! Das ist doch interessant, finde ich – oder?

Wählen Sie Ihren Zugang und lesen Sie direkt weiter.

Digital-Zugang
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für "Publik-Forum"-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen