Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 24/2017
Was Menschen wirklich brauchen
Ein Gespräch mit dem Soziologen Hartmut Rosa über die Sehnsucht nach Resonanz
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 22.12.2017

Frieder und Sigrid Lutz, Flüchtlingspaten aus Gießen, sollen in den nächsten Jahren insgesamt rund 50 000 Euro für den Unterhalt von drei syrischen Flüchtlingen bezahlen. Das Rentnerehepaar hatte eine Verpflichtungserklärung für zwei syrische Frauen und ein Kind unterschrieben, um ihnen die Flucht über das Mittelmeer zu ersparen und eine legale Einreise nach Deutschland zu ermöglichen (Publik-Forum 5/2017). Vom hessischen Innenministerium wurde ihnen zuvor versichert, dass die Unterhaltsverpflichtung nur so lange gelte, bis der Antrag der Flüchtlinge auf Asyl anerkannt sei. Doch nun entschied das Verwaltungsgericht Gießen, dass das Ehepaar auch für die Sozialhilfe aufkommen müsse, die vom Jobcenter an die Syrer ausgezahlt wurde. Die Unterhaltsverpflichtung gelte auch nach deren Anerkennung als Asylanten, weil der Aufenthaltszweck der Syrer sich durch die Anerkennung des Asyls nicht verändert habe. Lediglich die Gesundheitskosten müssten vom Jobcenter übernommen werden. Die Fehlinformation des hessischen Innenministeriums wurde nicht berücksichtigt. Wie Frieder und Sigrid Lutz sind derzeit zahlreiche Flüchtlingspaten mit unerwarteten und existenzbedrohenden Geldforderungen der Jobcenter konfrontiert (siehe auch S. 9).

Tariq Ramadan, prominenter Islamwissenschaftler und Autor zahlreicher Bücher, ist von mehreren Frauen der Vergewaltigung und der sexuellen Belästigung beschuldigt worden. Die Universität Oxford hat ihn bis zur Klärung der Vorwürfe beurlaubt. Ramadan, dessen Großvater zu den Gründern der Muslimbruderschaft gehörte, ist ein glänzender Prediger und einflussreicher Intellektueller. Er hat in Europa eine große Anhängerschaft. Seine Kritiker werfen ihm vor, dass seine Koran-Interpretation trotz zahlreicher Neuansätze auf eine konservative Auslegung hinauslaufe. Ramadan hat Anzeige wegen Verleumdung angekündigt.

Golog Jigme, buddhistischer Mönch und Menschenrechtler in Nepal, hat auf die Unterdrückung der tibetischen Bevölkerung durch die chinesische Regierung aufmerksam gemacht. Die Zulassung von Mönchen werde stark behindert, alte Mönche würden drangsaliert. Es sei kaum noch möglich, Kinder auf Klosterschulen zu

Wählen Sie Ihren Zugang und lesen Sie direkt weiter.

Digital-Zugang
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für "Publik-Forum"-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen