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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 24/2016
Warum ich (nicht) bete
Der Inhalt:

Eine Frage in der schrecklichen Stille

von Ahmad Milad Karimi vom 16.12.2016
Eine islamische Perspektive des Betens
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Das Gebet ist im Islam eine religiöse Pflicht. Aber nicht deshalb, weil Gott das Gebet benötigt. Gott will, dass der Mensch betet, aber für ihn selbst. »Und wer sich reinigt, der reinigt seine eigene Seele«, heißt es im Koran (35, 18). Bedeutsam ist, dass das Gebet im Islam kein rationales Tun ist, sondern ein zutiefst ästhetisches Ereignis.

Das gemeinschaftliche Gebet ist Ausdruck dieser sinnlichen Handlung, indem sich die Betenden im Moment ihrer Zuwendung als eine Einheit begreifen, ohne eine geschlechtsspezifische Trennung. Das Rituelle, die Wiederholung unterbricht den vergänglichen Alltag. Jedem Gebet geht die rituelle Waschung voraus. Wasser fließt über die einzelnen Teile des Körpers, die Hände berühren sich, berühren den Körper, während das kalte Wasser belebend alles Alltägliche, Lärm,

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