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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 24/2013
Da sein, wo die Wunden der Welt sind
Der Inhalt:

Da sein, wo die Wunden der Welt sind

von Bettina Röder vom 20.12.2013
Die Globalisierung der Gleichgültigkeit beklagt Papst Franziskus angesichts des Flüchtlingselends auf Lampedusa. Doch es gibt auch die anderen: die zeigen, dass globale Menschlichkeit kein Traum bleiben muss
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Wir schauten uns an und waren uns sofort sympathisch.« Das klingt nach einer Liebeserklärung. Und das war es wohl auch. Aber eine der besonderen Art. Der Arzt Ludwig Brügmann saß im Zug von Minsk nach Berlin und ihm gegenüber diese völlig fremde Familie aus Weißrussland, die er sofort in sein Herz geschlossen hatte. »Über die Musik sind wir auf dieser zwanzigstündigen Zugfahrt ins Gespräch gekommen«, erinnert er sich. »Die Eltern spielten beide Geige, und der größte Wunsch der Tochter war es, auch Geigerin zu werden.« Doch die Aussichten dafür waren mau. Die damals 17-jährige Darya Varlamova hatte die Schule abgebrochen, der Familie ging es finanziell alles andere als gut. Kaum war Ludwig Brügmann in Berlin angekommen, organisierte er Patenschaften für das Mädchen, das schon bald in Deutschland ein Studium zur Violinist