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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 24/2011
Tanz für die Liebe
Weihnachten: Gott kommt in jedem Menschen zur Welt
Der Inhalt:

Liebe braucht keine Hölle

vom 04.05.2012

Zu: »Das vererbte Trauma« (22/11)

Helmut Jaschke spricht nur von einer Glaubenskrise, die er auf eine tiefenpsychologische Folge der Predigten vom Höllenfeuer und dem strafenden Gott beschränkt. Diese Beschränkung greift zu kurz. Die traditionelle Kirche selbst ist es, die ein Wahrheitsproblem und ein Sprachproblem hat. Denn die Sprache des Credos unterschlägt das Evangelium Jesu vollkommen. An dessen Stelle setzen die Erbsündetheologen das die Angst erst auslösende, irreführende paulinische Missverständnis vom Kommen Jesu, die Christologie. Jesu heilbringendes Wirken hingegen wird gänzlich ausgeblendet. Allein sein Evangelium ist die Grundlage jeder Heilung vor Angst. Es ist das seit rund 1700 Jahren aus Machtinteressen verbogene Bekenntnis, das Credo, das die Krise der Kirche und damit die Glaubenskrise auslöst. Eine Änderung des Glaubensinhaltes muss her, da hat Herr Jaschke völlig recht!

Michael Wiesemann,Hitzacker

Manchmal darf ich auch als ausgebildeter Theologe den Satz »Die Hölle gibt es nicht!« sagen. Meistens spüre ich bei den Angesprochenen Erleichterung. In einer Wohngruppe kam jeden Morgen ein Mann zu mir und fragte, ob wir in der Hölle seien. Mein »Nein« beruhigte ihn wenig. Erst als ich ihm eines Tages sagte, die Hölle gäbe es gar nicht, konnten wir zusammen lachen. Trotzdem fragte er mich jeden Morgen neu. Die Liebe braucht keine Hölle – sie »regelt« alles selber.

Joachim Rosenberg,Berlin

Das Trauma der Höllendrohungen ist keineswegs vorbei. Man begebe sich ins ländliche Bayern, wo der Katholizismus sein wahres Gesicht zeigt und die Drohung mit Hölle und Verdammnis zum »täglichen Brot« des Klerus gehört. Nebenbei: Dass jetzt schon die Vorbereitungen zum »Fatima-Jubiläum« 2017 beginnen, mitsamt der damit verbundenen Höllendrohungen, ist ein schlagkräftiger Beweis für diesen Psychoterror.

Thomas Lederer,Neuhaus

Der ausgezeichnete Artikel macht mir bewusst, dass ich als Priester bei der strukturellen Sünde der kirchlichen Angstmache mitgewirkt habe. Die Heilung von der verderblichen Angst scheint mir ein Hauptanliegen von Eugen Drewermann zu sein. Tröstlich ist für mich die Vorstellung vom Himmel, wie Matthias Claudius sie einmal beschrieb: »Gott legt seinen Arm

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