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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 24/2011
Tanz für die Liebe
Weihnachten: Gott kommt in jedem Menschen zur Welt
Der Inhalt:

Gefangen und verwundbar

von Norbert Copray vom 04.05.2012
Wie man Liebe und Partnerschaft lebendig halten kann. Analysen und Anregungen

Ulrich Beck/ Elisabeth Beck-Gernsheim Fernliebe Suhrkamp. 280 Seiten. 19,90 €

Silvia Bickel-Renn/Klaus Renn Küsst die Liebe wach Klett-Cotta. 184 Seiten + DVD. 19,95 €

Helen Fisher Warum es funkt – und wenn ja, bei wem Knaur 78326. 336 Seiten. 8,99 €

Eva Illouz Warum Liebe weh tut Suhrkamp. 468 Seiten. 24,90 €

Holger Lendt/Lisa Fischbach Treue ist auch keine Lösung Pendo. 330 Seiten. 17,99 €

Wilhelm Schmid Die Liebe neu erfinden Suhrkamp. 398 Seiten. 19,90 €

David Schnarch Intimität und Verlangen Klett-Cotta. 487 Seiten. 29,95 €

Offenbar steht es um die Liebe in unseren Zeiten eher schlecht. Denn weil Liebe einen so hohen Stellenwert für die Anerkennung und das Selbstwertgefühl der Menschen hat, sind Mann und Frau hier am meisten verwundbar. Zudem – und das arbeitet die Soziologin Eva Illouz in ihrem Buch »Warum Liebe weh tut« heraus – sind Selbst und Identität heute derart durch institutionelle Ordnungen strukturiert, dass die Liebe das verstärkt und widerspiegelt, was man mit dem Philosophen Harry Frankfurt »das Gefangensein des Selbst in den Institutionen der Moderne« nennen kann.

Liebe werde heute mehr denn je von gesellschaftlichen Verhältnissen geformt – auf dem »Markt ungleicher konkurrierender Akteure«, so Illouz. Weil wir im Gegensatz zu früher »zahlreiche Strategien entwickelt haben, um mit der Zerbrechlichkeit und Austauschbarkeit von Beziehungen umzugehen«, raubten wir uns damit zugleich die Fähigkeit, »uns auf die volle Erfahrung der Leidenschaft einzulassen und sie zu leben – sowie den Zweifeln und Unsicherheiten zu widerstehen, mit denen der Prozess des Liebens und Sich-Bindens einhergeht«.

Die Globalisierung, der Klimawandel und die Flüchtlingsströme, das Patchwork von Kulturen – das sind antreibende Entwicklungen für das, was das Autorenpaar Ulrich Beck und Elisabeth Beck-Gernsheim »Weltfamilien« nennt. Mit ihrem Buch »Fernliebe« betreten die beiden Sozialwissenschaftler Neuland. Gemeint sind Paare und Familien, die über Länder-, Kultur- und Kontinentalgrenzen hinweg bestehen, wobei die jeweiligen Pa

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