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Nana, Lulu und die Würde des Menschen

Erstmals hat ein Wissenschaftler das Erbgut von Babys manipuliert. Ein gravierender Tabubruch
von Michael Schrom vom 07.12.2018
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Noch wissen wir nicht, ob Nana und Lulu wirklich als genveränderte Babys geboren worden sind. Es gibt (bis Redaktionsschluss) weder Fotos von ihnen oder von ihren Eltern noch eine wissenschaftliche Dokumentation der Keimbahnveränderung. Es gibt nur ein dubioses Video, in dem He Jiankuai von der Southern University of Science and Technology Shenzen behauptet, er habe mithilfe der Gen-Schere Crispr Cas die ersten genmanipulierten Menschen in der Geschichte erschaffen. Dass He dazu in der Lage ist, bezweifelt jedoch niemand. Bei Affen wird das Verfahren schon seit 2013 erfolgreich angewendet. Biologisch gesehen ist der Sprung vom Affen zum Menschen nicht groß. Und dass im Wettlauf um Patente (und damit Märkte) die Genforschung am Menschen weltweit mit Milliardensummen vorangetrieben wird, ist kein Geheimnis. Entsprechend lapidar klingt die Rechtfertigung des Forschers: Wenn ich es nicht gemacht hätte, hätte es ein anderer gemacht. Man kennt dieses Argument aus unzähligen anderen Kontexten.

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