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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 23/2018
Letzte Zuflucht
Die Christen und der Staat: Das Ringen ums Kirchenasyl
Der Inhalt:

Müller und Mertes

Scharfer Streit über Homosexualität: Kardinal Gerhard Ludwig Müller kritisierte im Online-Magazin LifeSiteNews, der zwischen Rom und Ansgar Wucherpfennig, dem Rektor der Jesuitenhochschule Sankt Georgen gelöste Konflikt über die Akzeptanz homosexueller Gläubiger (Publik-Forum 20 und 22/2018) demonstriere »Atheismus in der Kirche«: Der Fall zeige, wie die Kirche »ihre eigene Autorität untergräbt«. Wucherpfennig passe »die Offenbarung Gottes an die Welt an, damit einem Leben nach den eigenen Lüsten« nichts mehr im Wege stehe. Der Jesuit Klaus Mertes, der 2010 die ersten Missbrauchsfälle publik gemacht hatte, entgegnete, Müller habe »überhaupt nichts verstanden« und vertrete den »zum Dogma geronnenen klerikalen Dünkel«. Müller warf darauf Mertes vor, ihn treibe »besinnungsloser Zorn«. Zugleich sprach er Mertes »Sachkenntnis und Urteilskraft« ab.

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