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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 23/2018
Letzte Zuflucht
Die Christen und der Staat: Das Ringen ums Kirchenasyl
Der Inhalt:

Ewiges Leben ist auch keine Alternative

von Birgit-Sara Fabianek vom 07.12.2018
Das Ende vor Augen: Wie sehr die unbewusste Angst vor dem Tod unser Leben beeinflusst – und was sie uns lehren kann
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Im Jahr 1987 machten drei junge Forscher ein Experiment. 22 Richter in Tucson, Arizona, sollten die Kaution für eine Prostituierte festsetzen, die unerlaubt ihrem Gewerbe nachgegangen war. Einige dieser Richter mussten vor der Entscheidung einen Fragebogen ausfüllen, der sie über ihren eigenen Tod nachdenken ließ. Das überraschende Ergebnis: Die Richter aus der Kontrollgruppe, die keinen Fragebogen erhalten hatten, setzten die Kaution auf durchschnittlich fünfzig Dollar fest. Die Richter jedoch, die an ihren Tod erinnert worden waren, urteilten durchweg strenger. Sie verdonnerten die Prostituierte im Schnitt zu einer neun Mal so hohen Kaution.

Die unbewusste Angst vor dem Tod beeinflusst unser gesamtes Denken und Handeln. In der Psychologie gilt das längst als »stabiler Effekt« und konnte durch