Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 23/2018
Letzte Zuflucht
Die Christen und der Staat: Das Ringen ums Kirchenasyl
Der Inhalt:

Engelschöre und Algorithmen

von Claudius Grigat vom 07.12.2018
PFplus

Weiterlesen mit Publik-Forum Plus:

Digital-Zugang sofort plus 2 Hefte gratis nach Hause
  • 4 Wochen kostenlos alle über 30.000 Artikel auf publik-forum.de lesen
  • die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • die nächsten 2 Ausgaben gratis in Ihrem Briefkasten
Digital-Zugang
  • Mehr als 30.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für »Publik-Forum«-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Mehr als 30.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen

Folkpop. Die Villagers sind eine irische Band um den Singer-Songwriter Conor J. O’Brien: Er ist das Mastermind und einziges ständiges Bandmitglied. Vor Kurzem erst ist er von der irischen Küste nach Dublin gezogen, in ein schäbiges Apartment. Das hat er sich mit Instrumenten und Aufnahmetechnik vollgestopft und dort lange und verbissen an »The Art Of Pretending To Swim« gefeilt. Er hat vertrackte Rhythmen gebastelt, hat Möwengeschrei, Engelschöre und allerlei andere elektronische Sounds zu Gitarre, Bass, Flöte und Bläsern gepackt und viele Streicher- und andere Flächen darüber gelegt. Und er hat nicht weniger als seine Seele in die sehnsuchtsvollen Melodien und assoziativen Texte gepackt. Für ihn sei das Album ein »Kreislauf des Glaubens«, sagt O’Brien. Auch die Entwicklung seines persönlichen Glaubens beschreibt er auf diesem Album als Kreislauf. Im Eröffnungsstück »Again« singt er: »I’ve found again a place in my heart again / For God again in the form of art again.« Tatsächlich sei er als Kind geradezu besessen von Gott gewesen, habe jeden Abend gebetet, seinen Glauben aber als Teenager verloren. Nach einer agnostischen Phase verspüre er aber nun wieder einen Drang, zu glauben – an Liebe, Gemeinschaft oder Gott, der eben auch in der Kunst zu finden ist. Und wenn man möchte, kann man das in O’Briens Kunst auch heraushören: Wahrscheinlich ist sein neues Werk das Folkpopalbum mit dem meisten Soul – im übertragenen Sinne, aber auch buchstäblich. Streckenweise klingt O’Brien wie Michael Jackson mit Akustikgitarren (»Sweet Saviour«), immer wieder erinnert das Ganze aber auch angenehm an Marvin Gayes großes Album »What’s Goin’ on«. Und nachdem er zwischendurch an der Moderne verzweifelt, richtet O’Brien zum Schluss einen glühend-emotionalen Verehrungssong ausgerechnet an die erste Programmiererin der Geschichte: die Mathematikerin Ada Lovelace, die im 19. Jahrhundert den ersten Algorithmus entwarf. Und dann beginnt er wieder, der Kreislauf ...

Kommentare und Leserbriefe
Ihr Kommentar
Noch 1000 Zeichen
Wenn Sie auf "Absenden" klicken, wird Ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an Publik-Forum.de verschickt. Sie erhalten per E-Mail nochmals eine Bestätigung. Der Kommentar wird veröffentlicht, sobald die Redaktion ihn freigeschaltet hat. Auch hierzu erhalten Sie ein E-Mail. Siehe dazu auch Datenschutzerklärung.

Mit Absenden des Kommentars stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten zur Bearbeitung des Kommentars zu. Zum Text Ihres Kommentars wird auch Ihr Name gespeichert und veröffentlicht. Die E-Mail-Adresse wird für die Bestätigung der Bearbeitung genutzt. Dieser Einwilligung können Sie jederzeit widersprechen. Senden Sie dazu eine E-Mail an [email protected].

Jeder Artikel kann vom Tag seiner Veröffentlichung an zwei Wochen lang kommentiert werden. Publik-Forum.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus anderen Gründen inakzeptabele Beiträge nicht zu publizieren. Siehe dazu auch Netiquette.