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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 23/2018
Letzte Zuflucht
Die Christen und der Staat: Das Ringen ums Kirchenasyl
Der Inhalt:

Berlin 1968: Mörderjagd durch die Milieus

von Lutz Lemhöfer vom 07.12.2018
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Krimi. Wie erlebt ein junger Polizeikommissar das Berlin des sagenumwobenen Jahres 1968? Der Protagonist Wolf Heller taucht in völlig unterschiedliche Welten ein, die auf sehr verschiedene Weise nah am Verbrechen sind. Da sind die revoltierenden Studenten, die beim Aufbruch zu einer neuen Welt zunehmend mit Gewalt kokettieren. Da sind die alten Seilschaften in der Polizei, die ihre Verwicklung in frühere NS-Verbrechen zu verbergen suchen, deren Gedankenwelt sich aber wenig verändert hat. Und da sind die überraschend zahlreichen Stasi-Agenten, die bis weit in Polizei und Justiz hinein mitmischen. Sie alle kreuzen sich in dem neuesten Fall, den Heller aufzuklären hat: die titelgebende »Tote im Wannsee«, die sich als Angestellte des vielen verdächtigen Anwalts Horst Mahler entpuppt. Die Suche nach dem Mörder führt Heller in die gegensätzlichsten Milieus, vom Schwulen-Nachtklub bis zur revolutionären Wohngemeinschaft. Die werden plastisch und packend beschrieben; die Darstellung der studentischen Revoluzzer gerät manchmal etwas plakativ. Aber insgesamt ist den drei (!) Autoren, die hinter dem Verfassernamen stecken, ein sorgfältig recherchiertes Zeitbild des Jahres 1968 mit all seinen Widersprüchen gelungen. Auch wenn die Mörderjagd angesichts der politischen Situation im eingemauerten Berlin in den Hintergrund tritt, erweist sich die Geschichte vor allem im letzten Drittel als wahrhafter Krimi.

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