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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 23/2018
Letzte Zuflucht
Die Christen und der Staat: Das Ringen ums Kirchenasyl
Der Inhalt:

Aufgefallen
Die Verletzte

von Eva-Maria Lerch vom 07.12.2018
Leyla Hussein wurde als Siebenjährige beschnitten. Heute kämpft sie aktiv gegen das grausame Ritual. Und erzählt ihre Geschichte im Kino
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Leyla Hussein war schwanger. Die elegante und selbstbewusste Somalierin lebte seit Jahren in London, sie freute sich auf ihr Kind. Doch bei der gynäkologischen Untersuchung überkam sie jähe Panik und sie fiel in Ohnmacht. Nach dem Erwachen erklärte ihr die Ärztin, dass dies die Folge eines Traumas sei: Leyla Hussein war als Mädchen bei vollem Bewusstsein beschnitten worden.

Bis zu ihrer Schwangerschaft hatte die Frau aus einer privilegierten somalischen Familie kaum über die Beschneidung nachgedacht. Da alle Frauen ihres Landes beschnitten waren, hielt sie das für normal. Doch nach dem Zusammenbruch drängte sich die unerträgliche Erfahrung, der sie als Siebenjährige unterworfen wurde, wieder ins Gedächtnis. »Es waren meine weiblichen Verwandten, die mich festhielten«, berichtet Leyla unter Wut

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