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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 23/2017
Wie kommt Gott in die Welt?
Ein muslimisch-christliches Gespräch zum Advent
Der Inhalt:

Wilde Watze und junge Helden

von Birgit-Sara Fabianek vom 08.12.2017
Ermutigende Geschichten zum Vorlesen und Verschenken: Bücher für Kinder, Eltern und Großeltern

Mitten in der schwarzen Nacht steht er vor einem, der wilde Watz: Sein Körper groß wie ein Haus, die Arme erhoben, gefährlich gelb leuchtende Hörner, spitze Zähne und tückisch funkelnde Riesenaugen. Ganz klar, das Monster will den Betrachter fressen, mit Haut und Haar. Doch es gelingt ihm nicht, denn der furchtlose Erzähler weiß sich zu wehren: »Du machst mir keine Angst!«, sagt eine Stimme aus dem Off, »ich kitzle dich an deinen Hörnern.« Und Seite für Seite verwandeln sich die Einzelteile des Monsters in etwas Harmloses zurück: Aus den Hörnern wird eine Mondsichel, Arme und Beine werden Bäume und die Augen zu Rädern. Puh!

Dieses minimalistisch gestaltete Bilderbuch lädt Kinder dazu ein, sich ihrer Angst zu stellen und sie durch Kitzeln und Lachen zu vertreiben: eine geniale Strategie und ein großer Mitmach- und Mutmachspaß für kleine und große Betrachter.

Ermutigend ist auch der warmherzige Kinderroman von Enne Koens: Siri lebt in dem Hotel Bonbien. Ihr Vater steht an der Rezeption, die Mutter kocht, Siri holt morgens die frischen Eier aus dem Hühnerstall, und ihr Bruder beobachtet Dachse im Wald. Doch in letzter Zeit streiten ihre Eltern immer öfter, meist geht es um Geld, denn der kleine Betrieb wirft kaum etwas ab. Eines Tages fällt Siri vom Baum, landet auf dem Kopf und hat mit einem Mal ein phänomenales Gedächtnis – und ihr Bruder eine Idee, wie Siri das Hotel retten kann. Witzig und lebendig beschreibt der Roman den Alltag in einem chaotisch-liebenswerten Familienbetrieb, erzählt vom wachsenden Eltern-Streit und der inneren Not Siris, die ihnen gern helfen möchte. Am Ende wendet sich die Geschichte zum Guten, ohne dass Siri zum Supermädchen mit übernatürlichen Kräften werden muss: Wunderbar beiläufig nimmt Koens ihren Leserinnen die Last ab, sich für die Sorgen der Eltern verantwortlich zu fühlen, und bestärkt sie darin, Erwachsenen zuzutrauen, ihre Probleme selbst zu lösen.

Wie fühlt man sich, wenn man weiß, dass man im Reagenzglas gezeugt wurde? Natasha Friend erzählt in ihrem Jugendbuch ernsthaft und zugleich humorvoll die Geschichte von Hollis, Milo und drei weiteren Halbgeschwistern auf der Suche nach ihrem biologischen Vater. Die möglichen Herausforderungen, die in Samenspenderfamilien auftauchen können, sind hier verknüpft mit Fragen nach der eigenen Identität und der Bedeutung von Familie. Schlagfertige Dialoge, lustige SMS und locker-flock

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