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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 23/2017
Wie kommt Gott in die Welt?
Ein muslimisch-christliches Gespräch zum Advent
Der Inhalt:

VORGESPRÄCH: Was ist ein »Singalong«?

»Jauchzet, frohlocket«: In Hannover gibt es ein Konzert, bei dem die Besucher das Weihnachtsoratorium singen. Wie funktioniert das? Fragen an den Kantor Lothar Mohn

Publik-Forum: Herr Mohn, gibt es wirklich Menschen, die Eintritt zahlen, um das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach mitsingen zu dürfen?

Lothar Mohn: Und ob, die Interessenten reißen sich darum! Wir machen das seit 2006 jedes Jahr. Ich hätte nie gedacht, dass sich das so entwickeln würde, aber die Menschen sind begeistert. Das ist wirklich ein Happening, ein Event. Manche sagen: Erst wenn wir beim »Singalong« waren, dann fängt für uns Weihnachten an!

Was passiert denn da genau?

Mohn: Wir haben ein professionelles Orchester, das im Altarraum der Kirche sitzt, und Solisten für die Arien; die singenden Besucher sitzen im Kirchenschiff und auf den Emporen. Ich stehe im Orchester und dirigiere diese fast vierhundert Menschen.

Was für Leute wollen da mitmachen?

Mohn: Ganz unterschiedliche: Alte Hasen, die das Weihnachtsoratorium schon auswendig können, aber auch weniger Erfahrene jeden Alters. Wir haben allein hier in Hannover fast 400 Chöre, da gibt es natürlich viele geübte Sänger. Aber es kommen auch Besucher aus ganz Deutschland. Letztes Jahr hatten wir sogar drei Gäste aus Israel, die eigens dafür anreisten!

Wie erklären Sie sich diese Begeisterung?

Mohn: Es ist überwältigend, mit so vielen Menschen gemeinsam zu singen – und auch menschlich eine sehr schöne Begegnung. Wir singen zunächst eine Dreiviertelstunde Choräle, Chöre und Arien an – danach gibt es eine Kaffeepause. Die Atmosphäre ist dann schon sehr fröhlich und gelöst, da gibt es immer