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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 23/2016
Mit Feinden reden
Ex-Diplomat Michael Steiner über die Magie des Verhandelns
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 02.12.2016

Khola Maryam Hübsch, muslimische Feministin und Publizistin aus Frankfurt am Main, und die evangelische Theologin und Journalistin Antje Schrupp haben in einem interreligiösen Gespräch die Rolle der Frau beleuchtet. Dabei sagte Hübsch, sie glaube nicht, dass der Islam als Religion eine Reform benötige. Wohl aber hätte sich in vielen Ländern ein »sehr problematisches« Islamverständnis durchgesetzt. »Es gibt ganz extreme Menschenrechtsverletzungen, die Meinungsfreiheit ist nicht gewährleistet, von Frauenrechten ganz zu schweigen.« Die Religion sei »zu einem unreflektierten Ritual verkommen«, weil sie ihre Spiritualität verloren habe. Antje Schrupp sagte, als religiöse Frau müsse sie an zwei Fronten kämpfen. »Einerseits muss ich mich gegenüber einer säkularen Welt dafür rechtfertigen, religiös zu sein, andererseits muss ich mich in der Kirche dafür rechtfertigen, feministisch zu sein.«

Renke Brahms, Friedensbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland, sorgt sich wegen des Rückzugs Russlands vom Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) um die Zukunft der internationalen Rechtsordnung. Für eine friedliche Welt brauche man solche Institutionen und international anerkannte Verfahren. Zuvor hatten mehrere afrikanische Staaten angekündigt, sich vom IStGH zurückziehen zu wollen. Sie beklagen, dass überproportional häufig afrikanische Kriegsverbrecher angeklagt werden.

Jacques Mourad, Prior des vom »Islamischen Staat« zerstörten syrischen Klosters Mar Eliander, hat auf die Rolle Saudi-Arabiens im syrischen Bürgerkrieg hingewiesen. »Wenn die Welt es tatsächlich ernst meint und die Fanatiker stoppen will, dann muss sie aufhören, mit Saudi-Arabien Geschäfte zu machen. Denn von dort kommen das Geld und die Waffen für den IS. Die Bombardierungen bringen gar nichts.«

Frank-Jürgen Weise, Leiter des Bundesamts für Migration, betont, dass viele Flüchtlinge besser ausgebildet seien als angenommen. Das habe eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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