Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 23/2016
Mit Feinden reden
Ex-Diplomat Michael Steiner über die Magie des Verhandelns
Der Inhalt:

»Besser alle zusammen!«

von Guido Erbrich vom 02.12.2016
Tausend Protestanten und Katholiken aus Ostdeutschland wallfahren im Zeichen Luthers nach Rom. Papst Franziskus empfängt die ökumenischen Pilger mit offenen Armen

Magdeburg in Sachsen-Anhalt. Weit weg von Rom. Mitteldeutsche Diaspora. Die Kirchen als kleine Minderheit – dies verbindet sie in geschwisterlicher Ökumene seit Jahrzehnten. Genau hier, im Ursprungsland der Reformation, stellte sich der katholischen wie evangelischen Jugend- und Erwachsenenbildung die Frage: Wie kann man die 500. Wiederkehr des Thesenanschlags von Martin Luther ökumenisch begehen? Dass man gemeinsam 2017 nach Wittenberg reisen wird, ist klar. Aber war Luther weiland nicht über die Alpen gepilgert?

So entstand die Idee: Mit Luther zum Papst! Also setzten sich Anfang Oktober über tausend evangelische und katholische Christen und knapp ein Dutzend Ungetaufter im Alter zwischen vier und achtzig Jahren in Busse und fuhren in die Ewige Stadt. In Rom öffneten sich alle Türen: das Päpst