Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 23/2013
Vertrauen, verändern, genießen
Margot Käßmann über die Zukunft der Christen
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 06.12.2013

Elke Horst, Forschungsdirektorin für Gender Studies beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), hat beklagt, dass der Anteil der Frauen in den Vorständen der Dax-30-Unternehmen zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder rückläufig ist. Er liegt in diesem Jahr bei 6,3 Prozent. Im Vorjahr waren es noch 7,8 Prozent. »Der Rückgang zeigt, dass mehr Frauen in Führungspositionen, insbesondere in Spitzenpositionen, kein Selbstläufer sind.« In den Aufsichtsräten der Dax-30-Unternehmen ist der Frauenanteil dagegen um 2,5 Prozent auf nun 21,9 Prozent gestiegen.

Christoph Nix, Intendant des Theaters Konstanz, will im kommenden Jahr bei Papst Franziskus vorsprechen, um eine Rehabilitierung des böhmischen Reformators Jan Hus (um 1370-1415) zu erreichen. Hus war vor fast 600 Jahren beim Konstanzer Konzil als Ketzer verurteilt und verbrannt worden. In einem Brief an den Papst bittet Nix um eine Audienz am 6. Juli 2014, dem Tag des Feuertodes von Hus. Mit einer kleinen Gruppe von Theaterleuten will sich der Intendant im Juni 2014 zu Fuß auf den Weg nach Rom machen. Der tschechische Theologe und Philosoph Jan Hus, Rektor der Prager Universität, kämpfte für tiefgreifende Reformen in der Kirche, vor allem gegen Korruption und – wie nach ihm Martin Luther – gegen den Ablasshandel. Weil er seine Ansichten nicht widerrufen wollte, wurde er auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Mouhanad Khorchide, Leiter des Zentrums für Islamische Theologie in Münster, hat die Kritik muslimischer Verbände an seiner Arbeit und seinen Positionen zurückgewiesen. Er arbeite nicht als Orientalist, sondern betrachte den Islam »aus einer Innenperspektive«. Deshalb sehe er seine Arbeit »genuin als eine islamisch-theologische an«, sagte Khorchide. Der Koordinationsrat der Muslime hatte dem Theologen vorgeworfen, nicht wie ein Vertreter einer bekenntnisorientierten Religion zu argumentieren. Khorchide räumte Fehler im Umgang mit den Verbänden ein. Er hätte sich mit deren Vertretern häufiger an einen Tisch setzen sollen, dann »hätte man einiges an Missverständnissen aus der Welt geschafft«.

PFplus

Weiterlesen mit Publik-Forum Plus:

Digital-Zugang
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für »Publik-Forum«-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen