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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 23/2011
China global
Eine kapitalistische Diktatur erobert die Welt
Der Inhalt:

»Viele lassen sich nicht mehr einschüchtern«

von Claudia Mende vom 04.05.2012
Wachsende Unzufriedenheit in Jordanien: Zwar macht der König Zugeständnisse, doch das Land wartet auf echte Reformen

Jordanien macht keine Schlagzeilen. Während in Ägypten blutige Auseinandersetzungen die Parlamentswahlen überschatten, hört man wenig aus der Monarchie von König Abdallah. Knapp ein Jahr nach dem Ausbruch des Arabischen Frühlings wirkt das Land nach außen hin stabil. Doch unter der ruhigen Oberfläche wächst die Unzufriedenheit.

In Jordaniens Hauptstadt Amman protestieren jeden Freitag etwa 4000 Demonstranten in den engen Straßen der Innenstadt rund um die Husseiny-Moschee. Woche für Woche fordern sie eine grundlegende Reform des Systems, mehr Bürgerrechte und ein Ende der Korruption. Im Gegensatz zum Nachbarland Syrien verlaufen solche Demonstrationen in Jordanien meist friedlich. Zwar gab es im Juli bei Zusammenstößen mit der Polizei Verletzte, auch unter den anwesenden Journalisten. Doch seitd