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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 23/2011
China global
Eine kapitalistische Diktatur erobert die Welt
Der Inhalt:

»Bitte mehr Groove«

von Gunnar Leue vom 04.05.2012
Warum spielt er mit seinen Söhnen Stücke von Johann Sebastian Bach? Und warum findet er die Musik in den Gottesdiensten eher langweilig? Fragen an den Pop-Produzenten Dieter Falk

Herr Falk, Sie haben jüngst das Album »Celebrate Bach« mit Ihren zwei Söhnen Max und Paul eingespielt. Wessen Idee war das?

Dieter Falk:Mehr meine, aus zwei Gründen: Vor fünf Jahren hatte ich eine Art Vorgängeralbum mit dem ziemlich sperrigen Titel »A Tribute to Paul Gerhardt« veröffentlicht. Den Mann kennt wahrscheinlich nur der deutsche Bildungsbürger. Paul Gerhardt war ein Pfarrer im 17. Jahrhundert und einer der bedeutendsten Kirchenlieddichter. Auf dem Album habe ich, wenn man so will, Kirchenchoräle verpoppt. Wundersamerweise verkaufte es sich 40 000 Mal, was sicher auch daran lag, dass ich damals oft im Fernsehen präsent war und zum Beispiel etwas aus der Platte in einer Sendung von Stefan Raab gespielt hatte.

Und deshalb haben Sie sich nun Johann