Personen und Konflikte
Swjatoslav Schewtschuk, Großerzbischof der mit Rom verbundenen ukrainisch-katholischen Kirche, hat bei seinem Besuch in Rom Papst Franziskus den Splitter einer russischen Mine als Gastgeschenk übergeben. Das Geschoss habe im März die Fassade einer Kirche in Irpin zerstört und sei ein »sichtbares Zeichen für die Zerstörung und den Tod, den der Krieg jeden Tag bringt«, sagte Schewtschuk. Es symbolisiere den »Schrei des ukrainischen Volkes«. Es war der erste Besuch des Großerzbischofs in Rom seit Beginn des Krieges. Mehrere Einladungen nach Kiew hatte Franziskus stets mit dem Hinweis ausgeschlagen, dass er zuerst nach Moskau reisen wolle. Schewtschuk sagte, es könne keinen Dialog mit Russland geben, solange Moskau die Ukraine als Kolonie betrachte.
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