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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 22/2018
Gott, mein Therapeut
Religion stärkt. Aber warum?
Der Inhalt:

Vorgespräch: Was macht ein Esel im Advent?

Fragen an Matthias Hiller, Gründungsmitglied des Vereins »Lebendiger Adventskalender«

Publik-Forum: Herr Hiller, was ist eigentlich ein lebendiger Adventskalender?

Matthias Hiller: Das ist eine weihnachtliche Andacht, die im Freien stattfindet, jeden Tag an einem anderen Ort. Eine Person oder Gruppe übernimmt die Organisation für einen der 24 Tage im Advent. Das kann eine Familie sein, der Kindergarten vor Ort oder der Musikverein. Die Gastgeber gestalten den Abend mit eigenen Ideen, zum Beispiel mit einem selbstgeschriebenen Theaterstück. Meistens wird auch gesungen. Das Ganze dauert etwa 25 Minuten.

Eine halbe Stunde in der Kälte stehen – wer macht das mit?

Hiller: An manchen Orten trifft sich hier der ganze Stadtteil. Es kommen Kinder genauso wie Erwachsene. Der religiöse Hintergrund spielt keine Rolle, die Abende sind offen für alle. Das geht sehr bunt zu. So manche Seniorin kommt mit ihrem Rollator auch gerne schon etwas früher, um noch ein bisschen mit den anderen zu plaudern. Gerade wer sich einsam und allein fühlt, freut sich über dieses Gemeinschaftserlebnis.

Werden beim lebendigen Adventskalender auch »Türchen« geöffnet?

Hiller: Ja, immer am Anfang. Dafür wird ein Rollladen hochgezogen, der ein schön geschmücktes und beleuchtetes Fenster freigibt. Manchmal wird auch ein großes Scheunentor oder eine Garage geöffnet. Dahinter verbirgt sich dann eine Überraschung. Einmal standen sogar lebendige Esel in der Garage. So wird es auch für die Kinder nicht langweilig. Am 24. Dezember ist dann oft die Kirche Gastgeberin und öffnet ihre Tür zum Weihnachtsgottesdienst.

Woher kommt denn diese Idee?