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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 22/2018
Gott, mein Therapeut
Religion stärkt. Aber warum?
Der Inhalt:

Es lebe die Europäische Republik!

Am 10. November – hundert Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs – wurde an mehr als einhundert (Theater-) Balkonen und öffentlichen Plätzen in ganz Europa die Europäische Republik ausgerufen. Als Grundlage diente ein Manifest, das von Athen bis Stockholm, von Barcelona bis Bukarest vorgetragen wurde. Darin heißt es: »Das Europa der Nationalstaaten ist gescheitert. An die Stelle der Souveränität der Staaten tritt hiermit die Souveränität der Bürgerinnen und Bürger. Die konstitutionellen Träger der Europäischen Republik sind die Städte und Regionen. Der Tag ist gekommen, dass sich die kulturelle Vielfalt Europas endlich in politischer Einheit entfaltet.« Hinter der Aktion mit dem Namen European Balcony Project steckt die Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot, der Autor Robert Menasse und das European Democracy Lab. Im Vorfeld der Europawahlen im Mai 2019 wollen sie eine Debatte über die Zukunft Europas anstoßen. Auch britische Städte wie London und Glasgow nahmen teil, was vor dem Hintergrund der sich zuspitzenden Krise um den Brexit von besonderer Brisanz zeugt. Unterstützt wurde das politische Kunstprojekt von Prominenten wie der Schriftstellerin Elfriede Jelinek, dem Publizisten Navid Kermani sowie den Philosophen Étienne Balibar und Srécko Horvat.

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