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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 22/2018
Gott, mein Therapeut
Religion stärkt. Aber warum?
Der Inhalt:

Das Ozonloch schließt sich

Ein Abkommen von 1987 zeigt: Globale Umweltpolitik ist möglich

Weltweit wächst das Misstrauen in eine globale Politik, das gilt für Friedensstrategien ebenso wie für Klimaschutz. Nationaler Egoismus ist Trumpf. Doch der jüngste UN-Bericht über die Entwicklung des sogenannten Ozonlochs beweist, dass globale Umweltpolitik gerade langfristig erfolgreich sein kann. Nach diesem Bericht hat sich jene Ozonschicht in den vergangenen Jahren wieder stabilisiert, die die Erde vor den UV-Strahlen der Sonne schützt. Ab 2030 soll das Ozonloch über der nördlichen Halbkugel der Erde wieder geschlossen sein, bis 2050 schließt sich das Loch auch über der südlichen Halbkugel.

Die Mutter des Erfolgs ist das Protokoll von Montreal aus dem Jahre 1987. Darin verpflichteten sich die UN-Mitglieder, die ozonzerstörenden Fluorchlorkohlenwasserstoffe durch Ersatzstoffe zu ersetzen. Dieses Abkommen könnte heute dem globalen Klimaschutz Auftrieb geben.

Klar, die Begrenzung der Erderwärmung erfordert mehr als neue Technologien, nämlich eine grundlegend andere Wirtschafts- und Lebensweise. Und solche Veränderungen erzeugen viel Widerstand.

Doch Widerstand gab es auch 1987 gegen das Protokoll von Montreal: Manche Regierungen und Großkonzerne wehrten sich gegen den Ersatz von FCKW. Ihre Ausreden waren damals die gleichen wie heute in der Klimadebatte: Auflagen schaden der Konkurrenzfähigkeit der Wirtschaft und kosten viele Arbeitsplätze.

Dreißig Jahre später wissen wir: Die Vereinbarungen von 1987 hatten keinerlei wirtschaftlichen Nachteile. Nach und nach wurden Ersatzstoffe für die FCKW entwickelt. Deshalb schließt sich das Ozonloch. Und genau diese Entwicklung ist eine große Ermutigung für jene, die heute – auf der Grundlage des Pariser K